Gartenwissen

Wissenswertes

Praktische Tipps, saisonale Hinweise und häufige Pflegefehler – damit Ihr Garten das ganze Jahr über gedeiht.

Gartenpflege mit Know-how

Ein schöner Garten entsteht nicht durch Zufall. Mit dem richtigen Wissen über Schnittzeitpunkte, Bodenpflege und saisonale Abläufe erzielen Sie nachhaltig bessere Ergebnisse – ob Sie selbst anpacken oder uns beauftragen.

Der Garten im Jahresverlauf

Frühling

  • Rasen vertikutieren & düngen
  • Winterschäden beseitigen
  • Formschnitt bei Hecken
  • Boden lockern & kompostieren
  • Obstbäume nachschneiden

Sommer

  • Rasen regelmäßig mähen
  • Morgens oder abends wässern
  • Heckenschnitt (nach Brut)
  • Unkraut früh entfernen
  • Mulchen gegen Austrocknung

Herbst

  • Rasen aerifizieren & nachsäen
  • Laub entfernen (kein Faulen)
  • Kübelpflanzen einräumen
  • Stauden zurückschneiden
  • Winterdünger ausbringen

Winter

  • Rasen schonen – nicht betreten
  • Frostschutz für empfindliche Pflanzen
  • Gehölzschnitt bei Frost
  • Geräte reinigen & einlagern
  • Frühjahrsplanung starten

Die 5 häufigsten Pflegefehler

1

Rasen zu kurz mähen

Unter 4 cm Schnitthöhe schwächt den Rasen und fördert Moos. Ideal: 4–6 cm im Sommer, nie mehr als ein Drittel auf einmal entfernen.

2

Zur falschen Zeit schneiden

Starke Rückschnitte im Hochsommer oder bei Frost können Pflanzen dauerhaft schädigen. Immer die artgerechten Schnittzeiträume beachten.

3

Mittags wässern

Wassertropfen wirken als Brennglas und können Blattverbrennungen verursachen. Morgens oder abends gießen – am besten direkt an die Wurzeln.

4

Laub liegen lassen

Eine dicke Laubschicht auf dem Rasen erstickt das Gras und fördert Pilzkrankheiten. Laub regelmäßig entfernen oder kompostieren.

5

Unkraut zu spät entfernen

Sobald Unkraut Samen bildet, vervielfacht sich das Problem. Frühzeitiges Jäten – am besten nach Regen – spart viel Arbeit im Folgejahr.

Gartenpflege mit Fachkenntnis

Wann schneiden Sie was?

Die richtige Jahreszeit entscheidet über Erfolg oder Misserfolg beim Pflanzenschnitt. Hier die wichtigsten Fausregeln.

Heckenpflanzen

Buchsbaum, Thuja, Liguster:

Hauptschnitt im Juni nach der Brutzeit, zweiter Schnitt im August/September möglich. Niemals bei starker Hitze oder direkter Sonne schneiden.

Obstbäume

Apfel, Birne, Pflaume:

Idealerweise Ende Februar bis März bei frostfreien Tagen. Sommergehölze (z. B. Pflaume) besser nach der Ernte schneiden, um Schäden zu vermeiden.

Rosen

Strauch- & Beetrosen:

Frühjahrsschnitt im März/April, wenn die Forsythien blühen. Abgestorbene Triebe und eingewachsene Äste entfernen, um Luftzirkulation zu verbessern.

Stauden

Lavendel, Phlox, Gräser:

Herbstrückschnitt nur bei sommerblühenden Arten. Wintersteher (z. B. Gräser) erst im Februar/März schneiden – sie schützen die Wurzeln vor Frost.

Sommerblüher

Buddleia, Rispenhortensie:

Kräftiger Rückschnitt im zeitigen Frühjahr fördert üppige Blüte. Diese Arten blühen am neuen Holz – wer zu spät schneidet, verliert die Blüten.

Frühjahrsblüher

Forsythie, Flieder, Deutzie:

Direkt nach der Blüte schneiden – sie bilden ihre Blütenknospen bereits im Sommer für das nächste Jahr. Ein Winterschnitt zerstört die Knospen.

Gesetzlicher Hinweis: Das Bundesnaturschutzgesetz (§ 39 BNatSchG) verbietet starke Gehölzschnitte zwischen dem 1. März und dem 30. September. Erlaubt sind in dieser Zeit nur schonende Formschnitte. Wir kennen die geltenden Vorschriften und handeln stets regelkonform.
Gesunder Gartenboden

Guter Boden – gesunder Garten

Alles beginnt im Boden. Wer seinen Bodentyp kennt, kann gezielter pflegen, düngen und wässern.

Sandiger Boden

Speichert kaum Wasser und Nährstoffe. Häufiger wässern, regelmäßig mit Kompost anreichern.

Lehmiger Boden

Speichert Wasser gut, neigt aber zu Verdichtung. Regelmäßig lockern, Kompost einarbeiten.

Organischer Dünger

Kompost, Hornspäne oder Schafwolle wirken langsam aber nachhaltig – ideal für den Hausgarten.

pH-Wert beachten

Die meisten Gartenpflanzen bevorzugen pH 6–7. Rhododendren und Heidelbeeren mögen es saurer (pH 4–5).

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